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Fruktose Intoleranz

Fructose – wenn Fruchtzucker zum Problem wird

Fruchtzucker – das hört sich eigentlich ganz gesund an, oder? Da denkt man an saftige Früchte und Vitamine, also kann es doch nur gut sein?
Leider können aber manche Menschen Fruchtzucker – oder auch Fructose genannt – nicht verdauen, weil ihnen ein bestimmtes Enzym dafür fehlt. Sie bekommen davon Blähungen und Bauchschmerzen bis hin zu Durchfällen, manchmal kommen auch noch Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen, Müdigkeit und mangelnder Antrieb hinzu.
Wie der Name schon vermuten lässt, findet man Fructose hauptsächlich in Obst. Aber auch Honig, manche Gemüsesorten, Süßigkeiten und Diabetikerprodukte enthalten Fruchtzucker in unterschiedlichen Konzentrationen.
Vor allem dann, wenn Fructose die einzige Zuckerart in einem Lebensmittel ist, hat der Darm damit schwer zu kämpfen. Wird der Fruchtzucker dagegen nur in kleinen Mengen oder in Verbindung mit Traubenzucker aufgenommen, treten viel weniger Beschwerden auf, denn der Darm kann besser damit umgehen.
In Verbindung mit Sorbit (z.B. in Bier oder „zuckerfreien“ Süßigkeiten) dagegen werden die Fructose-Symptome noch stärker.
Auch die Stachyose, ein Ballaststoff aus Hülsenfrüchten, kann die Beschwerden verschlimmern.
Wer also über ein sogenanntes „Fructose-Fasten“ den ewigen Bauchweh-Kreislauf unterbrechen will, muss neben Fructose und Sorbit evtl auch darauf achten.
Für mindestens zwei Wochen sollte dabei so konsequent wie möglich auf alle Lebensmittel mit Stachyose, Fructose und Sorbit verzichtet werden:
Stachyose ist enthalten in Bohnen, Erdnüssen, Linsen, Sojaprodukten (Achtung: häufig versteckt in Backmischungen und billigen Backwaren).
Fructose UND Sorbit sind enthalten in: Apfel, Pflaume, Birne, Pfirsich, Aprikose, Trauben, Johannisbeeren (auch und vor allem auch als Saft, Mus oder Dörrobst), Erdbeeren, Rhabarber, Stachelbeeren, Mango, Rosinen, Honig, Zwiebel, Bier, Wein, Artischocke, Schwarzwurzel.
Orangen, Kiwi, Ananas, Mirabellen, Preiselbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren, Wassermelonen enthalten zwar auch viel Fructose, kann man aber in kleinen Mengen, bzw. stark verdünnt zu sich nehmen.
Die wenigsten Probleme gibt es mit Zucker- und Honigmelonen, Bananen, Mandarinen und Zitronen.
Sollte die Ursache der Probleme tatsächlich eine Fructose-Unverträglichkeit sein, dürften die Symptome spätestens nach diesen zwei strengen Wochen verschwunden sein.
Danach kann man langsam und vorsichtig mit – einzelnen! – „Fructosebomben“ experimentieren und die eigenen Verträglichkeitsgrenzen neu ausloten.
Wenn die Symtome aber trotzdem noch unverändert andauern sollten, liegt es nicht – oder nicht nur – am Fruchtzucker.
Spätestens dann sollte – wieder – ein Therapeut zu Rate gezogen werden.
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