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Was hat meine Ernährung mit meinem Heuschnupfen zu tun?

Heuschnupfen – da gibt es Therapieideen wie Sand am Meer. Die einen schwören auf Homöopathie, die anderen auf Enzyme oder Omega-3-Fettsäuren. Manche Leute nehmen auf gut Glück Kalziumpräparate ein, wieder andere spüren nur von simplen schulmedizinischen Antiallergika aus der Apotheke eine Wirkung.
Eines haben aber alle diese Helferlein gemeinsam: Ob sie wirken, scheint von der Tageslaune abhängig. Mal hat der Pollenallergiker kaum Symptome, dann wieder kann er kaum aus den Augen schauen. Obwohl der Pollenflugkalender behauptet, es hätte zwischen Tag A und Tag B kaum einen Unterschied gegeben. Und auch der ebenfalls allergische Arbeitskollege reagiert offenbar nach gänzlich anderen Kriterien. Kann das sein?
Erst ein Blick in die lange Liste der Kreuzallergene – also Substanzen, die den allergieauslösenden Stoffen an ihrer Oberfläche so ähnlich sind, dass sie vom Körper damit „verwechselt“ werden – kann in dieses seltsame Phänomen vielleicht ein bisschen mehr Klarheit bringen.
Ein wichtiges Kreuzallergen zu Birkenpollen ist zum Beispiel die Karotte. Ein Birkenpollenallergiker, der also an einem Tag mit Birkenpollenflug zusätzlich noch Karotten zu sich nimmt, potenziert die Wirkung der Birkenpollen dadurch extrem. Dabei ist es vollkommen gleich, ob die Karotten als Salat, Saft oder als kleine orangefarbene Pünktchen im Brühwürfel auf den Tisch kommen. Das wäre wohl so ein Tag, an dem eine gut gemeinte Heuschnupfen-Therapie eher verpufft. Wenn dagegen am nächsten Tag zufällig keine – oder zumindest weniger – Kreuzallergene in der Nahrung sind, kann es sein, dass kaum Symptome auftreten, obwohl viele Leidensgenossen im näheren Umfeld kaum aus den verschwollenen Augen schauen können. Karotten sind nur eines von vielen in unserer Esskultur nicht wegzudenkenden Lebensmitteln, die als Kreuzallergen zu einer bestehenden Allergie wirken können: Äpfel, Haselnüsse, Sellerie sind nur die gängigsten Beispiele – wer einen Blick auf die Inhaltsangaben der meisten verarbeiteten Lebensmittel im Supermarkt wirft, merkt schnell, dass es gar nicht so leicht ist, ihnen allen aus dem Weg zu gehen. Muss man vielleicht auch gar nicht: Kreuzallergien müssen sich bei weitem nicht auf alle verdächtigen Lebensmittel beziehen. Lebensmittelaustestungen können die Auswahl der individuellen Idealkost während der Pollenflugzeit enorm erleichtern. Einen Versuch ist es wert: Wer erst einmal dahinter gekommen ist, um was man einen Bogen machen sollte, damit der Heuschnupfen nicht wieder so extrem zuschlägt, verzichtet gern eine Weile darauf.
Bei Fragen zum Thema Lebensmittelaustestung bitte einfach eine Nachricht schreiben! Alles Gute – Andrea

Ernährung bei Gelenkschmerzen

Ernährung bei Gelenkschmerzen – kein einfaches Thema.
Die einen haben diese Schmerzen wegen einer Arthritis – auch chronische Polyarthritis genannt – bei anderen haben sich die Gelenke im Laufe der Jahre schlicht abgenutzt und der Knorpel ist geschädigt – also eine Arthrose.
Manchmal entsteht auch eine Arthrose aus einer Arthritis. An einer fortgeschrittenen Arthrose kann eine Ernährungsumstellung allein nicht viel ausrichten. Aber eine Arthritis, also eine Entzündung von einem oder mehreren Gelenken, lässt sich durch gezielte Ernährung durchaus positiv beeinflussen.
Zuallererst muss dazu herausgefunden werden, ob es nicht unterschwellige Allergien oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten gibt. Auch wenn bereits per Pricktest nach einer Allergie vergeblich gesucht wurde, kann dennoch eine vorliegen.
Es gibt Pollenallergiker, die noch nie die klassischen Symptome wie tränende Augen oder eine verstopfte Nase hatten. Stattdessen leiden sie z.B. unter Kopfschmerzen oder eben entzündeten Gelenken.
Noch undurchschaubarer wird das Ganze, wenn die Symptome erst dann auftreten, sobald man mit den sogenannten Kreuzallergenen in Kontakt kommt. Da treten dann die Symptome z.B. während der Haselnusspollen-Flugzeit nur dann auf, wenn am selben Tag bespielsweise Karotten oder Kartoffeln gegessen werden.
Für jemanden, der unter Gelenkentzündungen leidet, ist es also extrem wichtig, solche versteckten Unverträglichkeiten herauszufinden und sich gegebenenfalls darauf einzustellen.
Dazu wendet man sich am besten an einen in der Lebensmittelaustestung erfahrenen Therapeuten, der nicht zu weit weg sein sollte. Denn es kann schon ein paar Termine in Anspruch nehmen, bis alle relevanten Lebensmittel getestet sind.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Fettsäurehaushalt. Um die Entzündungsbereitschaft des Körpers so niedrig wie möglich zu halten, sollte penibel darauf geachtet werden, dass das Verhältnis von „guten“ zu „schlechten“ Fetten stimmt. Omega-3-Fettsäuren dürfen in rauen Mengen eingenommen werden. Omega-6-Fettsäuren im Vergleich dazu aber relativ sparsam.
Das bedeutet im Klartext: Leinöl, Leindotteröl, Hanföl, Rapsöl, Lebertran und fetter Seefisch sind gut. Strikt vermeiden sollte man aber z.B. Sonnenblumenöl, Schwein in jeglicher Form oder Maiskeimöl. Auch „billige“ Fette wie Palmöl, Sojaöl oder gar Margarine sind tabu. Auch hier gilt: Idealerweise werden die verträglichen Fettsorten ausgetestet.
Schließlich leiden viele Gelenkgeplagte unter Verschiebungen des Vitamin- und Mineralstoffhaushalts. Es lohnt sich, z.B. in eine Mineralstoff- Laboranalyse zu investieren, um herauszufinden, auf welche – verträglichen – Lebensmittel man sich in Zukunft konzentrieren sollte. Manchmal kommt dabei auch ein gravierender Mangel ans Licht, dessen Behandlung allein schon einiges verändern kann.
Für den Anfang macht es Sinn, sich bei der Lebensmittelsuche helfen zu lassen – aber wenn man endlich weiß, was für einen persönlich „gesunde Ernährung“ bedeutet, lassen sich viele Gelenkbeschwerden in den Griff bekommen. Das weiß ich aus Erfahrung am eigenen Leib. Wer also Fragen dazu hat, kann mich gerne kontaktieren.
Alles Gute! Andrea